Sonntag, 17. Dezember 2017
 
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Die Braunen Schilder
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Wirtschaftlicher Nutzen

Die braunen Unterrichtungstafeln sind "nach Angaben der meisten Tourismusverbände mit einschlägigen Erfahrungen gut angelegtes Geld"*  Laut Autobahnauskunft Südbayern passieren jährlich bis zu 16,5 Millionen Fahrzeuge die Stelle, an der das Schild "Tölzer Land" aufgestellt ist. Wenn nur jeder Tausendste das Schild als Anlaß nehmen würde, diese Sehenswürdigkeit zu erkunden, wären das schon 16 500 Besucher mehr, die dort durch einen Kurzurlaub oder Gestronomiebesuch die Wirtschaft beleben würden.

Die Schilder geben gezielte Ausflugtipps, jedoch sind manche sehr allgemein gehalten (Lüneburger Heide, Ruhrgebiet), andere sehr speziell (Besucherplattform Flughafen München, Offenburg-Platz der Verfassungsfreunde). Beim Betrachten einiger weniger Schilder bekommt man den Eindruck, dass sich ein Städtchen ein persönliches Denkmal setzen will, da dort keine weiteren Sehenswürdigkeiten zu finden sind.
Häufig hängt es von den finanziellen Mittel eines Ortes ab, ob sich ein Schild für eine spezielle Sehenswürdigkeit geleistet werden kann oder ob man sich mit anderen Landkreisen vereinigt und auf ein größeres Gebiet hinweist.

Erstaunlich ist, dass schon vor der Fertigstellung neuer Autobahnen Schilder beantragt werden, so geschehen an der Bundesautobahn A73, wo das "Bierland Oberfranken" gar nicht schnell genug für die Gegend werben kann. Man verspricht sich davon eine "touristische Wirkung" .
Andere geben trotz Ablehnung des Antrags nicht auf und starten einen neuen Versuch. Ein Beispiel hierfür ist die Unterrichtungstafel an der A81 für die "Strategische Bahnlinie-Sauschwänzle". Der Bürgermeister stimmte die Verantwortlichen um und widersprach dem Einwurf, die Sehenswürdigkeit liege zu weit von der Autobahn entfernt.

* Spiegel, http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,431270,00.html , 11.08.06

 

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