Freitag, 31. Oktober 2014
 
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Die Braunen Schilder
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Kritik

Als "Massenmedium" bezeichnet Wilhelm Trapp in "DIE ZEIT" (Ausgabe 29, 1998) die Unterrichtungstafeln und kritisiert, dass das Vergessen der Schilder bis zur nächsten Ausfahrt Tatsache sei und die Wegweiser nicht ausreichend ausgebaut seien, um die Sehenswürdigkeit auch tatsächlich zu finden. Hier ist anzumerken: Die Änderungen der Richtlinien erlauben weitere kleine Schilder zur Navigation des Besuchers von der Autobahn bis zur Sehenswürdigkeit. Weiterhin kritisiert Trapp die Illustrationen auf den Schildern, die weit von der Wirklichkeit abwichen. Ihr Detailreichtum sei von keinem der fahrenden Fahrzeuginsassen erkennbar und die braune Farbe legt er als Luxus aus.

Ein viel wichtigerer Punkt für ihn sei, dass der Informationswert der Schilder begrenzt ist und der Autoinsasse nicht mehr daraus erfahre, als das, was er vorher schon wusste. Wir wollen mit dieser Webseite dazu beitragen, dass der Autofahrer mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten erhält.

Weiter in der Kritik heißt es, "Werbung oder Inhalte, die als solche verstanden werden können" sind laut Richtlinie unzulässig, doch genau die Werbung sei die Triebfeder der Kommunen. Auch hier wurden die Richtlinien mittlerweile geändert. Die meisten Schilder dienen tatsächlich dem wirtschaftlichen Zweck, was damit zusammenhängt, das die Kosten von den Gemeinden getragen werden.

Der Begriff "historisch" wird laut Trapp als mythischer Begriff benutzt, der keinen Sinn habe und irreführend sei.

"sie töten das Reale, indem sie es simulieren"  


Die künstlerischen Werke würden als Werbemittel für die Gesamte Kommune dienen und somit ihre künstlerische Seite vollkommen verloren gehen. Der Wert des Gesamten sei wiederum herabgesetzt, da nur auf Einzelheiten verwiesen wird. Er beschreibt, wie das "Hopfenland Hallertau" durch die Wortneuschöpfung "Hopfenland" auf seinen Hopfenanbau und -verkauf reduziert werde, was der Wirklichkeit nicht entspreche. So würden die Schilder eine neue Wirklichkeit schaffen, die schlechtweg falsch sei. Der eigentliche Sinn der Allgemeinbildung gehe dadurch verloren, da sie begrenzt werde, nämlich genau auf das beschriebene Objekt.
Die Neugier des Betrachters werde durch das Schild schon gestillt. Es werde kein Impuls gesetzt, sich die Sehenswürdigkeit genauer anzusehen.

Genau diesen Impuls wollen wir unterstützen, indem unsere Texte sowohl informative Fakten beinhalten, als auch kleine Anekdoten zu einem Besuch anregen sollen. 

 

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