Sonntag, 17. Dezember 2017
 
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Die Braunen Schilder
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Wer wie was?

In einem Antrag der Kommune bei der Straßenbaubehörde schildert diese ihre Sehenswürdigkeit und legt häufig einen Entwurf für das Bild bei. "Sie glauben gar nicht, was uns da alles eingereicht wird", meint Dieter Rubenbauer von der Autobahndirektion München in "DIE ZEIT" zum Stil dieser Entwürfe. So müssen die Illustrationen z.T. stark abgeändert werden. Auch müssen Anträge abgelehnt werden, "sonst wären die Autobahnen schon voll von Schildern" (Interview mit Dieter Rubenbauer in "DIE ZEIT"). Die Kosten werden von den Antragstellern getragen.

Die Gemeinden sind für die Optik und Finanzierung zuständig. Die Kosten betragen zwischen 3000-4000 Euro. Die Schilder sollen rechteckig, 200cm hoch und 300 cm breit sein, z.T. werden sie aber auch senkrecht aufgestellt. Die vorgeschriebene serifenlose lineare Antiqua wird nicht auf allen Schildern umgesetzt z.B. "Klosterkirche Schuttern Friesenheim". Ebenfalls wird das erdverbundene Braun-Weiß mit bunten Elementen versehen (z.B. Schild "Schloss Sayn" bei Koblenz: bunte Schmetterlinge über der Burgsilhouette).

Die Anzahl der Schilder in Deutschland ist unklar, da keine Behörde den Gesamtüberblick zu haben scheint.
Doch sicher ist, es werden immer mehr. So wurden schon im Jahr 2002 fünfzig neue Schilder genehmigt und sechzig weitere angemeldet.

 

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